Flumserberg im Heidiland

Impresssionen von der Flumser Alpabfahrt

Bericht im Saganserländer vom Dienstag, 23. September 2008
Text und Bilder: Heinz Heuberger, Flums



Eine leichte Melancholie hing über dem Flumser Alpabfahrtfest. Der gut dreimonatige Alpsommer war in Windeseile vorbeigegangen und die herbstlichen Vorboten waren diesmal in Form einer alles durchdringenden Bise deutlich spürbar. Legte sie allerdings eine Pause ein, wurde es spätsommerlich warm. Den zahlreichen Besuchern wurde die ganze Entwicklungsstufe der Kühe vor Augen geführt. Das fing bei den Kälbern an, ging über die Galtkühe und endete bei den bestandenen Milchkühen. Für einen Farbtupfer sorgten am Schluss der Alpabfahrt die Ziegen, die rasch zu den Lieblingen der Kinder aufrückten.

Zurück von ihren höher gelegenen Sommeraufenthaltsorten kehrten die zum Teil mit viel Phantasie geschmückten Kühe der Kleinberger Alp Wildenberg, der Alp Gamperdon (Mols) und der Flumser- Dörfleralpen Fursch und Panüöl. Mit stolz geschwellter Brust wurden sie von ihren Betreuern durchs Dorf auf den Löwenplatz geführt, wo sie fürs Erste ihren Durst stillen konnten, bevor sie dann für ihre Besitzer aussortiert und in ihre Heimatställe getrieben wurden. Was für Strapazen sie auf ihrem langen Heimweg auf sich nehmen mussten konnte man nur erahnen. Für ein Rind waren sie anscheinend zu gross, denn das hochträchtige Tier sackte auf dem Löwenplatz tot zu Boden. Dass den vielen Besuchern an nichts mangelte, dafür sorgte eine Festwirtschaft und für den musikalischen Takt war der aus Mastrils stammende Alleinunterhalter besorgt.

Eine Augenweide für sich waren die Verkaufsstände der einzelnen Alpen. Sie wetteiferten um die Gunst eines kauflustigen Publikums, dass sich beim gesundheitlich empfehlenswerten Alpkäse nicht zu knapp eindeckte. Auch hier sorgten die Produkte der Kühe des armen Mannes, der Ziegen, für eine Abwechslung.