Flumserberg im Heidiland

Sommerfreuden auf Alp Panüöl

Bericht im Sarganserländer von Dienstag, 8. Juli 2008
Text und Bilder Pius Rupf, Flums

Nicht nur eine grosse Viehherde verbringt schöne Sommertage auf der Flumser Alp Panüöl, auch Flumserbergtouristen, Wandersleute und Mountainbiker geniessen gesellige Stunden im Panüöler „Alpbeizli“ des Älplerpaares Pfanner.
Der „Sarganserländer“ hat sich auf die Suche nach besuchenswerten „Alpbeizli“ gemacht und das ist ein Geheimtipp.

Zwischen Kühen und Zwergen

Im Winter ist die abseits des Flumserberger Pistenrummels gelegene Alpsiedlung Panüöl ein beliebter Treff- punkt der Sonnenanbeter. Aber auch im Sommer geniessen Wanderer und Biker Gastrecht im Panüöler Alpbeizli.



Älpler, Beizer und Gast: Gastgeber René und Angi Pfanner mit Hansjörg Riederer, der Panüöl winters wie sommers öfters besucht und fast zum Alpinventar gehört (von links).

Flums. – Auf der Alp Panüöl – Besitzerin ist die Ortsgemeinde Flums-Dorf – weiden 300 Stück Vieh. Angi und René Pfanner besorgen die knapp 100-köpfige Kuhherde, deren Milch zur Erzeugung von Raclettekäse nach Landquart gelangt. Das Älplerpaar, das seit 25 Jahren im Winter auf Panüöl Skifahrer, Langläufer, Winterwanderer und eingeschworene Sonnenanbeter bedient, führt seit 2003 auch über den Sommer hin den Gastbetrieb in kleinem Rahmen.
Neben dem Alpstübeli mit 24 Sitzplätzen lädt auf der alpinen Sonnen- terrasse vor allem die Gartenwirtschaft zum Verweilen ein, die von einer grossen Schar Gartenzwerge umsäumt ist. Imposanter ist jedoch die Aussicht auf das Spitzmeilengebiet und zur Kleinberger Seite des Schilstales mit dem 2421 Meter hohen Hochfinsler. In dem vor sechs Jahren neu erbauten Panüöler Alphaus bestehen zur Übernachtung zwei Massenlager mit je 12 Schlafplätzen.

Angis Käseschnitten
Das Panüöler Beizli offeriert Alpkäse, Bratwürste und Cervelats vom Grill. Ab vier Personen serviert man Älplermagronen, und Insider wissen es schon lange, dass Angi fabelhafte Käseschnitten macht. Angeboten werden verschiedene Getränke von Alpenkaffi bis zu Wein aus Sarganserländer Rebbergen. Natürlich gibt es auf der Kuhalp auch Milch. Wie aber Gastgeberin Angi sagte, wird ausgerechnet die feine Alpenmilch nur selten verlangt.
Während im Winter auf der Sonnenterrasse Panüöl Touristen aus dem Unterland zusammen mit einheimischen Wintersportlern Gastrecht geniessen, sind es im Sommer vor allem Wanderer, Berggänger und Mountainbiker. Die Biketour führt von der Tannenbodenalp via Prodalp, Panüöl nach Fursch und zurück.  Halbwilde Biker nehmen die Abfahrt von Fursch durch den Furschwald ins Schilstal unter die Räder.
Eine interessante und nicht allzu anstrengende Wanderung führt ebenfalls über die Alpenstrasse von der Prodalp nach Panüöl und weiter auf die Alp Fursch. Rüstige Wanderer steigen von hier zur neuen SAC-Spitzmeilenhütte, auf den Spitzmeilen, über die Rinderalp Fans ins Weisstannental oder über die Schönegg ins Glarnerland. Andere Wanderfreudige nehmen den Weg zur Maschgenlücke, zum Maschgenkamm hoch und hinunter nach Seebenalp und Tannenboden. Alle die zu Fuss oder mit dem Rad unterwegs sind, sind jederzeit im Panüöler Alpbeizli willkommen.

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