Flumserberg im Heidiland

"Schüü sins heichuu, und gsund"

Bericht im Sarganserländer vom 19. September 2005    Text und Bilder von Pius Rupf, Flums

Vier Alpabfahrten zogen mit Glanz und Gloria durch die Flumser Dorfstrassen

Hirten und Herden der Alpen Wildenberg, Gamperdon, Fursch und Panüöl kehrten am Samstag wieder ins Tal, wo sie auf ihren farbenprächtigen und lautstarken Ehrenrunden von der Bevölkerung herzlich empfangen wurden.



Familie Vreni & Patrick Mannhart
Angi & René Pfanner

Flums - Auf der Kleinberger Alp Wildenberg mussten am frühen Samstagmorgen im dichten Nebel noch etliche Galtlinge zusammengesucht werden. Daher trafen die Wildenberger Kühe der Talbauern gegen Mittag mit fast einer Stunde Verspätung im Dorf ein. Der Hauptharst der Wildenberger Herde von 10 Kühen und 80 Galtlingen wurden jedoch schon am Kleinberg ausgezogen. Als zweite Alpabfahrt traf die grosse Molser Herde von der Alp Gamperdon ein, die in Flums als halbwegs einheimische Alpabfahrt zählt. Obwohl die prächtig geschmückte und mit grossen Schellen bestückte Herde noch ein langer Heimweg über Berschis, Tscherlach und Walenstadt nach Mols bevorstand, machten auch die Molser die grosse Ehrenrunde durch Flums, was von den recht zahlreichen Besuchern als noble Geste eingestuft wurde.

Triumphzug der Furscher und Panüöler
Eine tief beeindruckende Alpabfahrt boten die Furscher. Angeführt von der Sennenfamilie Mannhart zog die grossartig ausstaffierte Herde mit berechtigtem Stolz und ohne jegliche Hast durch die Dorfstrassen. Diese "Heifahrt" war wirklich perfekt inszeniert. Doch auch die grosse Kuh- und Rinderherde der Alp Panüöl, die am Samstag den krönenden Abschluss bildete, standen den Furschern nicht viel nach. Auch die Panüöler wurden nach dem eher verregneten Sommer vom begeisterten Publikum begrüsst.
Die Konzentration der gut inszenierten Flumser Alpabfahrten ist bei der Bevölkerung gut angekommen, was auch am grossen Zuschaueraufmarsch gut zu erkennen war. Auch im überfüllten Festzelt auf dem Lindenplatz wurde die grosse Heimkehr gebührend gefeiert. Der langjährige Furscher Senn Patrick Mannhart, der dem Publikum im Festzelt noch einmal den Alpsegen vorführte , holte nach: "Die Heimkehr vom Alpsommer mit gesunden Menschen und Tieren ist Gott sei Dank wieder gelungen."

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