Flumserberg im Heidiland

Nur noch Schutt und Asche




Sicht vom Prod
Sicht von Fursch
Die rot eingefärbten Gebäude sind abgebrannt

Bericht im Sarganserländer vom 12. Februar 2004 von Adrian Pfiffner

Teehütte auf der Alp Panüöl wird ein Raub der Flammen

Böse Überraschung im Skigebiet Flumserberg: Wo am Mittwoch noch ein Restaurant war, standen gestern nur noch Ruinen.

Flumserberg - In der Nacht auf Donnerstag hat auf der Alp Panüöl der rote Hahn gekräht. Eine als Winterrestaurant umgebaute Alphütte ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt. Das schreibt die St. Galler Kantonspolizei in einer Medienmitteilung. Die Brandursache stehe zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest.

Nur noch Trümmer
Kurz nach 7.30 Uhr entdeckte eine Person vom Maschgenkamm, dass es beim Bergrestaurant auf der Alp Panüöl rauchte. Sie alarmierte umgehend die Feuerwehr. "Da sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststand, ob sich Personen im Gebäude aufhielten oder nicht, transportierten wir mit Hilfe von Schneetöffs zuerst Atemschutzgeräte an den Brandplatz", beschrieb der Flumser Feuerwehrkommandant Martin Gall den aussergewöhnlichen Einsatz. Anschliessend seien Material, Motorspritzen und Mannschaft mittels Helikopter und Schneemobil nachgeschoben worden. Trotz genügend Wasser vor Ort - eine Hydrantenleitung des Resevoirs Fursch befindet sich in unmittelbarer Nähe der Panüöler Alpsiedlung - konnte die Feuerwehr nicht mehr viel ausrichten. Als sie zusammen mit der Polizei am Brandort eintraf, fand sie nur noch rauchende Trümmer vor. Insgesamt standen laut Gall rund 25 Feuerwehrleute im Einsatz.

Niemand verletzt
Glücklicherweise stellte sich schnell heraus, dass sich keine Personen im Gebäude aufhielten. Laut Kantonspolizei hatte der Wirt das Bergrestaurant um ca. 18.00 Uhr abgeschlossen und war anschliessend ins Tal gefahren.
Die Alphütte auf Panüöl und ein angebauter Stall waren vor Jahren als Bergrestaurant eingerichtet worden. Dieses wurde nur in den Wintermonaten betrieben. Auf der Sonnenterrasse und abseits der Pisten gelegen, entwickelte sich die sogenannte "Teehütte" zu einem beliebten Treffpunkt für Wintersportler und Sonnenanbeter.
Das weiss auch Ernst Brandstetter, Präsident der Ortsgemeinde Flums-Dorf, welche Besitzerin der Alpsiedlung Panüöl ist. In einer ersten Reaktion erklärte er deshalb, dass man so schnell als möglich Wege und Mittel suche, um das touristische Angebot auf Panüöl aufrechterhalten zu können.

Nachtrag:
Die Ermittlungen des feuerpolizeilichen Erkennungsdienstes ergaben, dass ein Kurzschluss an einem Kühlschrank den Brand verursacht hat.

Nach oben